60-10-FG-04 Wiebke Fuchs

Geschlecht: weiblich

Geburtsdatum: 23.04.1995

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Stellvertretend für die feministische Frauen*-AG “BloodyMaries“ des AStA der Universität Osnabrück bewerbe ich, Wiebke Fuchs, mich für den Ausschuss Frauen*- und Genderpolitik des fzs.

Feministische Themen sind wichtig und nötig im heutigen Diskurs. Es wurde in der Vergangenheit viel erreicht, um das Leben von Frauen* besser zu machen, doch trotzdem oder gerade deswegen sehen viele Menschen, vor allem Männer, die Notwendigkeit der feministischen Rolle in der öffentlichen Debatte nicht (mehr). “Ihr dürft ja schon arbeiten.“ “Das Wahlrecht für Frauen und somit die rechtliche Gleichberechtigung gibt es doch nun schon lange.“ – Ja, aber damit ist noch lange keine Gleichberechtigung unter den Geschlechtern* erreicht!

Wir finden es wichtig, dass eine grundlegende gesellschaftskritische Analyse stattfindet. Denn Sexismus und Patriarchiat können nicht losgelöst von anderen gesellschaftlichen Unterdrückungs- und Herrschaftsstrukturen gesehen werden. Feminismus muss auch immer kapitalismuskritisch gedacht werden und sich mit den Benachteiligten anderer Diskriminierungsformen solidarisieren.

Theorie ist wichtig – aber dabei ist die praktische Umsetzung unseres Solidaritätsgedankens nicht zu vergessen. Wir wollen Frauen* – hier und jetzt – helfen, sich selbst zu ermächtigen, ihre Themen in den Diskurs zu bringen und ihre Lebensrealität positiv beeinflussen. Deshalb haben wir neben Vorträgen Projekte, um das im uns möglichen Rahmen zu realisieren:

Wir verteilen in regelmäßigen Abständen Menstruationstassen bei der Osnabrücker Tafel – kostenlos. Menstruationstassen sind kostengünstigere, gesündere und nachhaltigere Alternativen zu Tampons und Binden.

Studierende der Uni Osnabrück können die Tassen gegen einen kleinen finanziellen Beitrag bei unseren Veranstaltungen oder Sprechstunden des  AStA erhalten.

Wir veranstalten Workshops für FLTI*-Personen, um ihnen einen Raum zu geben, sich praktisch weiterzubilden – sei es bei der Fahrradreparatur, dem Klamottenverschönern oder anderen Dingen.

Wir klären auf über die völlig ungerechtfertigte Einstufung von Menstruationsartikeln als Luxusgüter und der damit verbundenen Mehrwertsteuer von 19% und kämpfen für eine Abschaffung dieser. Auch das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und der uneingeschränkte Zugang zu Verhütungsmitteln, vor allem für Frauen*, liegen uns am Herzen.

Doch wir sind hier in Osnabrück keine Insel, deshalb legen wir viel Wert auf Netzwerken und das Bündeln von Kämpfen und Ideen, Kampagnen und Pressemitteilungen.

Biographie

Gegründet haben sich die BloodyMaries im September 2017 aus dem AStA der Universität Osnabrück heraus. Derzeit sind wir sieben Frauen*, einige davon Studierenden andere Nicht-Studis. Seit Januar 2018  veranstalten wir in regelmäßigen Abständen Vorträge und Selbstermächtigungsworkshops, aber auch der ein oder andere bunte Abend mit Musik und Kabarett ist dabei.

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