61-7-I-02 Nachhaltiges Engagement

AntragstellerInnen:

60. Ausschuss der Student*innenschaften

Der fzs und seine Gremein fördern nachhaltiges Engagement, aber sind vor allem darauf angewiesen. Engagement ist keine Selbstverständlichkeit, besonders in Zeiten von Regelstudienzeit und Leistungsdruck. Daher schätzt der fzs die Arbeit seiner aktiven Mitglieder und unterstützt sie darin. Dabei geht es zum einen darum, das allgemeine Wohlbefinden der Mitglieder nicht einzuschränken, das durch zusätzlichen Stress und unsensible Kritik gefährdet ist. Ein anstrengendes Umfeld baut Hürden auf und oft sind besonders strukturell benachteiligte Personen betroffen. Zum anderen hilft ein nachhaltiger Umgang mit Engagement auch dabei, die Strukturen des fzs auf lange Sicht zu stabilisieren, engagierte Student*innen an sich zu binden und die aktive Gestaltung des Verbands durch möglichst viele Menschen zu gewährleisten, denn nur so kann der fzs auch weiterhin ein Sprachrohr studentischer Interessen sein
Zu nachhaltigem Engagement zählt etwa: 
    – ein niedrigschwelliger Einstieg in den Verband
    – Abbau von Wissenshierachien – es gibt keine dummen Fragen!
    – die Anerkennung von und Ermutigung zu Grenzen und Prioritätensetzung
    – Rückzugsräume ermöglichen
    – das Sichtbar-machen von “unsichtbarer“ Arbeit
    – angemessene Aufgabenverteilung, Selbstausbeutung ist keine Lösung
    – respektvoller und freundlicher Umgang miteinander: einander zuhören, aufeinander achten
    –  in die Perspektiven der anderen hineinversetzen
    – Kritik wertschätzend formulieren und Kritik wertschätzen
    – Perspektiven aufzeigen, ohne dabei zu verpflichten
    – Ausgleiche schaffen und wirkliche Pausen machen: Ehrenamt darf und soll auch Spaß machen
Begründung:

Auf Mitgliederversammlungen des fzs wurden zuletzt sehr hohe Erwartungen zusammen mit unsensibler Kritik an ehrenamtlich tätige Menschen gerichtet. Die Mitarbeit in Gremien ist oft zeitintensiv und anstregend, auch wenn sie zeitgleich bereichernd und wichtig ist. Ein großer Teil dieser Arbeit ist auf den ersten Blick nicht sichtbar. Für die freiwillige Arbeit dann lediglich unsensibel kritisiert zu werden, ist mit ein Grund dafür, dass es zunehmend schwieriger wird, Ausschüsse zu besetzen. 

Der fzs ist immer auch geprägt von den Strukturen der einzelnen Mitglieds-Student*innenschaften. Daher sieht sich der fzs damit beauftragt, nachhaltiges Engagement in diesen zu fördern.

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    Änderungsanträge

    Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Verfahren
    6,8,19 Ausschuss Frauen- und Genderpolitik
        Ändere “unsensibel“ zu “unsachlich“ (Z. 6)
        füge nach “[…] benachteiligte Personen betroffen“ (Z. 8) ein:
        Hierbei muss hervorgeheben werden, dass Geschlechterverhältnisse hier großen Einfluss haben. Arbeit, insbesondere Care-Arbeit, wird oft von Frauen* übernommen. Deswegen setzt der Verband sich dafür ein, dass diese Auswirkung der Geschlechterverhältnisse offen benannt werden, sie sichtbar gemacht werden und daran gearbeitet wird, (Care)-Arbeit geschlechtergerecht aufzuteilen.
        streiche “Selbstausbeutung ist keine Lösung“ (Z. 19)
        zu Zeile 6: ist konkreter
        
        zu Zeile 8: Verbesserungen des Engagements in Sachen Nachhaltigkeit muss Geschlechterverhältnisse berücksichtigen
        
        zu Zeile 19: es ist utopisch, Selbstausbeutung auszuschließen, solange für das Engagement keine angemessene Entschädigung geleistet wird
        

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    AntragstellerInnen



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    (wird nicht veröffentlicht)

    Der fzs schützt die personenbezogenen Daten der Antragsteller*innen und Bewerber*innen. Der fzs wird die von Antragsteller*innen und Bewerber*innen überlassenen Daten vertraulich behandeln und nur im Einklang mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen nutzen. Personenbezogene Daten sind alle Daten, die im Zusammenhang mit dem Namen der Teilnehmer*innen gespeichert sind.

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