60-9-S-02 Initiativcharakter für das Queerplenum etablieren

AntragstellerInnen:

It's FuN Referat des StuRa der Uni Heidelberg (Inter*, Trans*, Frauen und Non-Binary - Referat), Sebastian Rohlederer und Tenko Glenn Bauer

Füge in §12 Organisationsatzung einen Punkt 5. ein: „5. Auf Antrag eines anwesenden queeren Menschen wird ein Queerplenum einberufen. Die anwesenden queeren Menschen bilden das Queerplenum. Parallel zum Queerplenum findet ein Frauen- und Männerplenum zum gleichen Gegenstand, sofern dieser bekannt ist, statt. Nach dem Beschluss für ein Queerplenum muss der Grund und die Themen des Queerplenums dem Frauen- und dem Männerplenum mitgeteilt werden, es sei denn, der*die Antragsteller*in des Queerplenums wünscht dies ausdrücklich nicht. Das Queerplenum soll 60 Minuten pro Plenum nicht überschreiten. Das Plenum kann einmalig mit einfacher Mehrheit der anwesenden queeren Menschen um eine Stunde verlängert werden. Das Queerplenum beschließt sofort nach der Anhörung des queeren Menschen, der*die es einberufen hat, ob das Queerplenum stattfindet. Ein Queerplenum findet statt, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden queeren Menschen dem zustimmen.“ 

Begründung:

Auf den letzten Mitgliederversammlungen, sowohl auf den Sitzungen wie auch im Umfeld des Tagungsareals, sind immer wieder Menschen mit queerfeindlichen Äußerungen aufgetreten. Nun gibt es in der Satzung des fzs kein Mittel diese Äußerungen oder Anfeindungen gegen queere Menschen in einem safe-space zu thematisieren, da das Queerplenum laut Satzung keinen Initiativcharakter hat. Einzig ein Frauenplenum kann initiativ einberufen werden und darüber tagt automatisch auch ein Queer- wie ein Männerplenum. Somit gibt es für von gesellschaftlicher Diskriminierung betroffene queere Menschen keine Möglichkeit, Diskriminierung gegen ihre Gruppe zu thematisieren. Das Wort "queer" wird in diesem Antrag als Überbegriff für alle sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten benutzt, welche von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Diese sehr weitreichende Definition soll dazu anstoßen, dass sich die Gruppenplena, wie auch der fzs als Verband auch inhaltlich mit seiner*ihrer queerfeministischen Politik auseinandersetzt. Hierbei ist auch der fortschreitenden Entwicklung der Gesellschaft Recht zu tragen, wie sie sich nicht zuletzt im letzten Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Eintrag ins Personenregister ergeben haben. Menschen, die sich weder als Frauen noch als Männeridentifizieren, sind eine schützenswerte Minderheit. Es kann ihnen aber mitunter schwerfallen, Männer- und Frauenplena als "safe-space" aufzufassen, da sie sich eben nicht mit einer diesen beiden Gruppen identifizieren können.

Die Antragssteller*innen wünschen sich, dass zu diesem Antrag ein Queerplenum auf der MV tagt und sich zu der Thematik austauscht, ob und wie weit solch eine oder eine ähnliche Regelung gewünscht ist. Zu erinnern sei an dieser Stelle, dass sich ein Queerplenum auf der 59. MV im Bericht für einen Initiativcharakter seinerseits ausgesprochen hat.

    Änderungsanträge

    Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Verfahren
    10 Queerplenum der 60. fzs Mitgliederversammlung

    Füge in Z. 10 ein: “ Das Queerplenum kann mit einer 2/3 Mehrheit ein Veto gegen die Beschlüsse der Mitgliederversammlung einlegen. Das Veto hat bindende Wirkung, sofern die Mitgliederversammlung nicht mit 2/3 Mehrheit Anderes beschließt.“

    Intention und Begründung des Antrags ist die Gleichstellung des Queerplenums mit dem Frauenplenum, das soll mit der Einführung des Vetorechts gegen Mitgliederversammlungsbeschlüsse erreicht werden.

    Änderungsantrag zu 60-9-S-02 erstellen

    Zeile




    AntragstellerInnen



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