61-7-I-17 Hilfskräfte aller Hochschulen – vereinigt euch!

AntragstellerInnen:

Ausschuss Sozialpolitik, BASS GEW

Derzeitig werden an vielen Hochschulen Arbeitskämpfe studentischer Beschäftigter geführt. Diese Dynamik hat sich mitunter nach der erfolgreichen Erneuerung des studentischen Tarifvertrages an den Berliner Hochschulen entfacht. Diesen erfolgreichen Kampf gilt es auszuweiten! Allerdings treffen die Student*innen dabei auf zahlreiche Hindernisse, bedingt durch föderale Unterschiede in den studentischen Beschäftigungsverhältnissen an den verschiedenen Standorten. 
Die aktuelle Tarifauseinandersetzung der Gewerkschaften mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TV-L) zeigt, dass die Forderungen studentischer Beschäftigter an den Hochschulen noch nicht ausreichend berücksichtigt werden. Wir müssen also das öffentliche Bewusstsein erhöhen und die Solidarität der Gewerkschaften einfordern sowie selbst stärker in den DGB Gewerkschaften auftreten und uns vernetzen mit dem Ziel, dass  studentische Arbeitskämpfe dort höhere Priorität erhalten. Dies ist möglich unter anderem durch eine stärkere Vernetzung des fzs und der Student*innenschaften mit den Gewerkschaft(-sjugend-)en und über die Förderung der Organisation von studentischen Beschäftigten in (gewerkschaftichen) Inititiativen sowie einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit für aktuelle Arbeitskämpfe aller Hochschulbeschäftigten! Ein gemeinsamer Kampf, der potentiell die bundesweite Situation studentischer Beschäftigter an den Hochschulen verbessert, ist mittelfristig nur durch die gewerkschaftliche Organisation der Student*innen möglich. Der Druck aus den gewerkschaftlichen Strukturen und damit auch die Verbindung mit anderen gesellschaftlichen Arbeitskämpfen muss steigen, um erfolgreich Verbesserungen einzufordern und letztlich auch zu erstreiken.
Aktuell organisieren sich Student*innen u.a. in Bremen, Hamburg,  Thüringen, Marburg, Regensburg, Frankfurt, etc. und erheben Forderungen, die auch schon lange Position des fzs sind, teilweise sogar darüber hinaus gehen.
Beispiele für diese Forderungen sind:
  • die Einrichtung studentischer Personalräte oder eine angemessene Vertretung von Student*innen in Personalräten (Novellierung des jeweiligen PersVG)
  • Tarifliche Absicherung der studentischen Beschäftigten über eigene Tarifverträge oder die Einbindung in den TV-L entsprechend der Tätigkeitsbereiche und der Entgeltordnung (Berlin hat es vorgemacht, wir wollen das auch!)
  • Ausweitung der Befristungszeiträume für studentische Beschäftigte auf mind. 24 Monate
  • Längere Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • das Unterlassen der Anstellung studentischer Beschäftigter über Drittunternehmen 
Es gilt die Forderungen, auch seitens des fzs, wieder mit Leben zu füllen und sich solidarisch mit den gegenwärtigen Kämpfen zu zeigen. Konkret muss der fzs Student*innenschaften unterstützen, Hilfskräfte und andere studentische Beschäftigte zu organisieren, und die Zusammenarbeit der einzelnen Student*innenschaften mit Gewerkschaften initiieren bzw. verstärken. Dazu könnte der fzs insbesondere Workshops vor Ort anbieten oder Vernetzungsangebote zwischen interessierten Student*innenschaften und vorhandenen Initiativen vermitteln. 
Begründung:

Die Beschlusslage findet ihr unter anderem hier: 

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    Änderungsanträge

    Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Verfahren
    12ff. AStA Marburg

    Streiche “in den DGB Gewerkschaften“

    und ersetze durch

    “in Gewerkschaften die im DGB und anderen gewerkschaftlichen Zusammenschlüssen mit emanzipatorischen Anspruch organisiert sind,“

    Es gibt über den DGB hinaus Gewerkschaften, die wichtige Bündnispartner*innen sind, die Wichtigkeit, die die Strukturen des DGBs als (strategische) Bezugspunkte haben, kann jedoch nicht negiert werden. Übernahme
    12 AStA Uni Hannover

    Streiche “DGB“

    Auch außerhalb des DGBs gibt es Gewerkschaften, denen es teils sogar besser gelingt, Arbeiter*innen zu organisieren und sich für deren Belange einzusetzen. Auch hier lohnt sich eine Vernetzung und die Zusammenführung vieler gemeinsamer Kämpfe. Außerdem ist der DGB als Verband sowie dessen Positionen kritisch zu betrachten. Erledigt
    24 StuV Uni Würzburg

    ändere “und letztlich auch zu erstreiken.“ zu “und notfalls auch zu erstreiken.“

    Streiks sind kein zwingende Teil eines Kampfes um bessere Beschäftigungsverhältnisse. Abstimmung
    41 ff AStA der TU Darmstadt

    Streiche “Es gilt die Forderungen, auch seitens des fzs, wieder mit Leben zu füllen und sich solidarisch mit den gegenwärtigen Kämpfen zu zeigen.“

    und

    Ersetze “Konkret muss der fzs Student*innenschaften unterstützen, Hilfskräfte und andere studentische Beschäftigte zu organisieren, und die Zusammenarbeit der einzelnen Student*innenschaften mit Gewerkschaften initiieren bzw. verstärken. Dazu könnte der fzs insbesondere Workshops vor Ort anbieten oder Vernetzungsangebote zwischen interessierten Student*innenschaften und vorhandenen Initiativen vermitteln.“
    durch
    Die 61. MV des fzs möge beschließen:

    „Der fzs setzt sich für die Belange der studentischen Hilfskräfte ein. Er unterstützt Student*innenschaften, Hilfskräfte und andere studentische Beschäftigte dabei, sich zu organisieren und die Zusammenarbeit der einzelnen Student*innenschaften mit Gewerkschaften zu initiieren bzw. zu verstärken. Eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Gewerkschaft gibt den Anliegen der studentischen Hilfskräfte eine noch größere Sichtbarkeit. So findet eine wechselseitige Unterstützung und Vergrößerung der vorhandenen Expertise von Gewerkschaften, fzs und Student*innenschaften statt.

    Dazu soll der fzs insbesondere Workshops vor Ort anbieten und/oder Vernetzungsangebote zwischen interessierten Student*innenschaften und vorhandenen Initiativen vermitteln.“
    Zu unkonkret - Forderungen sind keine Krapfen/Kreppel, in die ich wie mit einer Spritze Marmelade (aka Leben) einspritzen kann. Durch diese Änderung werden die Forderungen deutlich klarer formuliert und auch geschärft.

    Änderungsantrag zu 61-7-I-17 erstellen

    Zeile




    AntragstellerInnen



    (wird nicht veröffentlicht)

    (wird nicht veröffentlicht)

    Der fzs schützt die personenbezogenen Daten der Antragsteller*innen und Bewerber*innen. Der fzs wird die von Antragsteller*innen und Bewerber*innen überlassenen Daten vertraulich behandeln und nur im Einklang mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen nutzen. Personenbezogene Daten sind alle Daten, die im Zusammenhang mit dem Namen der Teilnehmer*innen gespeichert sind.

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