61-7-I-13 fzs unterstützt bvmd „faires PJ“

AntragstellerInnen:

AG Masterplan - Vorstand der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V.

Peter Jan Chabiera - ehem. Geschäftsführender Vorstand 2018

Der fzs schließt sich den Positionen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden e. V. (bvmd) zum Praktischen Jahr (“faires PJ“) an. Diese lauten im Kern:

-Steigerung der Lehrqualität durch Qualitätssicherungsmaßnahmen und ein Fokus auf das selbstständige Erlernen ärztlicher Tätigkeiten unter Supervision und Anleitung sowie die Reduktion von Hilfstätigkeiten auf ein angemessenes Maß. Implementation von berufsgruppenübergreifenden Ausbildungsangeboten.

-BAföG-Höchstsatz als Aufwandsentschädigung und für alle über 25-jährigen zusätzlich den Krankenkassenbeitrag

-Das Unterscheiden von Krankheits- und Urlaubstagen und das Gewähren von Krankheitstagen in gesplitteten Tertialen

-Mindestens 4 Stunden Lehrveranstaltungen und mindestens 8 Stunden Selbststudium pro Woche

-Persönlicher Zugang zum Patientenverwaltungssystem

-Eigene Arbeitskleidung und eigene Aufbewahrungsmöglichkeit für Kleidung und persönliche Gegenstände

-Streichung des BAföG §23 Abs. 3 – Aufwandsentschädigung bei Pflichtpraktika ohne Freibetrag

Begründung:

Das Praktische Jahr (PJ) als unverzichtbare Schnittstelle zwischen theoretischem Studium und praktischer ärztlicher Tätigkeit befindet sich in der Krise. Fehlende oder ungenügende Bezahlung bei 40 Stunden Arbeit pro Woche sind die Regel. 40% der Medizinstudierenden müssen im PJ auf ihr Erspartes zurückgreifen. Rund 28% sind neben der emotional und körperlich belastenden Vollzeittätigkeit am Krankenbett zudem noch auf Nebenjobs angewiesen. Anstatt unterrichtet zu werden oder lernen zu dürfen (Examensvorbereitung, Vor- und Nachbereitung des Stationsalltags), werden PJ-Studierende mancherorts größtenteils für stumpfe Routinetätigkeiten wie Blutabnahmen, Botengänge und Dokumentation eingesetzt. Dabei ist das Praktische Jahr zentraler Schlüsselpunkt in der Ausbildung zur fertigen Ärzt*in und für die Auswahl des späteren ärztlichen Tätigkeitsbereich. Gerade in diesem Ausbildungsabschnitt führen qualitativ hochwertige praktische Lehre und ärztliche Tätigkeit unter Supervision zu einer deutlichen Kompetenzsteigerund und Berufsvorbereitung der angehenden Mediziner*innen. Doch viele PJ-Studierende arbeiten als kostenlose Stationsgehilfen und sind nebenbei von einem oder mehreren umfangreichen Nebenjobs abhängig, wodurch sich deren Arbeitszeit auf deutlich über 40h pro Woche erhöht. Dieser hohe Stundensatz kann im Einzelfall erwünscht sein, darf aber, gerade in Zeiten mit vielen jungen Familienmitgliedern im Studium, keine Regelerwartung sein, nur um Versorungsdefizite auszugleichen. Auch hygienisch von der Klinik gereinigte Kleidung wird teilweise nicht wie dem restlichen Personal zur Verfüfgung gestellt, sondern muss selbt organisiert und gewaschen werden.

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    Änderungsanträge

    Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Verfahren
    10 Peter Jan Chabiera u.a.

    -BAföG-Höchstsatz als Aufwandsentschädigung und für alle über 25-jährigen zusätzlich den Krankenkassenbeitrag

    ergänzen um:

    „und Pflegekassenbeitrag“

    Wir fordern in unseren Positionen, dass beides angerechnet wird. Übernahme
    15 AStA der TU Darmstadt

    Füge ein nach “Persönlicher Zugang zum Patientenverwaltungssystem“: “, welcher im Zusammenhang mit einer Studieneinheit zum Bereich Datenschutz steht, welche insbesondere auf die hohe Sensibilität von Gesundheitsdaten eingeht“

    Gesundheitsdaten sind wertvoll und sensibel, weshalb sie besonders geschützt werden müssen. (Siehe: https://digitalcourage.de/gesundheitsdaten ) Dazu gibt es auch rechtliche Grundlagen: Die DSGVO hat medizinische Daten als besonders schützenswert hervor gestellt. Da die Medizinstudierenden als Ärzt*innen von morgen täglich mit diesen sensiblen Daten Kontakt haben werden, ist eine Studieneinheit zum Bereich Datenschutz essenziell. Nicht nur zum Wohle der Patient*innen, also der Bevölkerung, sondern auch zum Wohle der zukünftigen Ärzt*innen, die bei fehlerhaftem Umgang mit den Daten, rechtliche Konsequenzen befürchten müssen. Abstimmung

    Abgelehnt vom 61. AS

    Änderungsantrag zu 61-7-I-13 erstellen

    Zeile




    AntragstellerInnen



    (wird nicht veröffentlicht)

    (wird nicht veröffentlicht)

    Der fzs schützt die personenbezogenen Daten der Antragsteller*innen und Bewerber*innen. Der fzs wird die von Antragsteller*innen und Bewerber*innen überlassenen Daten vertraulich behandeln und nur im Einklang mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen nutzen. Personenbezogene Daten sind alle Daten, die im Zusammenhang mit dem Namen der Teilnehmer*innen gespeichert sind.

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