60-5-1-Vo Bericht des Vorstands

AntragstellerInnen:

Vorstand

Schwerpunkte in der Arbeit des Vorstandes

Der Vorstand befasst sich mit einer Reihe von Themen und arbeitet mit einer großen Anzahl von Ausschüssen, Arbeitsgruppen, Bündnissen und Organisationen zusammen, weswegen eine Arbeitsaufteilung innerhalb des Vorstandes unerlässlich ist. So hat der Vorstand die Unterstützung von und Kooperation mit Landesstudent*innenvertretungen, Ausschüssen und Arbeitskreisen unter sich aufgeteilt und Themen grob zugewiesen. Die anfallenden Arbeiten wurden sonst meist nach zeitlicher und örtlicher Verfügbarkeit vergeben. Bei einigen der anstehenden Tätigkeiten hat der Vorstand allerdings auch als Ganzes gearbeitet, vor allem die Pressearbeit und erste Treffen mit wichtigen Partner*innen erfolgten gemeinsam.

Die Tätigkeiten des Vorstands liegen vor allem bei der Organisation von Seminaren und Kampagnen, in der Öffentlichkeitsarbeit und medialen Kommentierung politischer Ereignisse, der Begleitung und Unterstützung von Arbeitskreisen und Ausschüssen des fzs sowie der Unterstützung lokaler Student*innenvertretungen und Bündnissen.

Im Folgenden versucht sich der Vorstand an einem Bericht seiner Tätigkeiten, strukturiert nach den Inhalten und Themenfeldern zu denen gearbeitet wurde. Dieser Bericht kann keine vollständige Auflistung aller Termine, Gespräche, administrativen Arbeiten und produzierten Texte liefern. Das alltägliche Geschäft, Beratungsangebote, Infrastrukturarbeit, der Bearbeitung von Anfragen sowie die Betreuung von Arbeitnehmer*innen und der Geschäftsstelle bleiben weitestgehend unsichtbar.

1.Bildungsarbeit

1.1.  Seminare, die seit der 59. MV stattfanden

Auf dem Seminar “Bildung wandeln statt Klimawandel!“ des Arbeitkskreis Nachhaltigkeit und Ökologie in Hannover vom 27.-29.04.2018 fand eine Auseinandersetzung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung statt und wie diese in Studium und Lehre verankert werden kann. Darüber hinaus fand ein Austausch zwischen unterschiedlichen Gruppen und Initiativen statt, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen.

Vom 04.-06.05.2018 fand der “Bundeskongress Studentischer Sozialpolitik“ in Mainz statt. In diesem rege nachgefragten Seminar bot der fzs die Möglichkeit sich mit sozialen Ausschlüssen und Hürden im Studium auseinander zu setzten. Darüberhinaus entstand in diesem Seminar ein Arbeitskreis zum Mutterschutzgesetz.

Das Seminar “Die Verfasste Student*innenschaft im Wandel der Zeit“, das vom 15.-17.06. in Stuttgart stattfand, historisierte den Gegenstand der VS und stelte ihn mit dem aktuellen Kontetx in Beziehung. Darüberhinaus wurde dort ebenfalls eine feministische Perspektive auf die VS sowie die allgemeinpolitische Bedeutung und das Mandat der VS thematisiert.

Vom 15.-17.06. fand ebenfalls eine BAföG-Schulung in Berlin in den Räumlichkeiten des fzs statt. Dort wurden die Teilnehmenden Wissen zum BAföG als Grundlage zur Beratungstätigkeit vermittelt.

Beim Vernetzungstreffen der Kampagne: never again! vom 22.-24.06.2018 in Leipzig wurde eine Plattform zum Austausch für die Aktionstage im kommenden Januar geschaffen. Darüberhnaus wurden Strategien zum Umgang mit neu-Rechten und autoritären Bewegungen an Universitäten diskutiert.

1.2. Seminare die noch stattfinden werden

06.-08.07.2018  Vorbereitungstreffen *gesellschaft macht geschlecht* in Dessau

Beim Vorbereitungstreffen sollen die feministischen Aktionstage gmg vorbereitet werden. Im Zeichen der Vorbereitung der bundesweiten Aktionswochen *gesellschaft macht geschlecht* sollen Strategien besprochen werden und feministische Theorie und Praxis ins Zentrum gerückt werden.

01.-03.08.2018 Frauen* in der studentischen Hochschulpolitik in Berlin

Das Seminar geht der Frage nach, warum eigentlich so wenig Frauen* Hochschulpolitik machen. Es wird sich mit den Strukturen beschäftigt, die Frauen* davon abhalten sich hochschulpolitisch zu engagieren und weiterhin Strategien entwickelt, um das zu ändern. Dabei wird der Fokus vor allen Dingen auf Frauen* empowernde Aktionsformen und Strategien gelegt.

10.-12.08.2018 Hochschulpolitisches Einsteiger*innenseminar in Dresden

Das auf diesen Termin verschobene Seminar richtet sich an alle Studierenden, die neu in ihrer Studierendenvertretung auf Hochschul- oder Fachbereichsebene sind. Es soll Unterstützung beim Einstieg in die verschiedenen Arbeitsfelder geben. Das Seminar gibt einen Überblick über die aktuellen hochschul- und bildungspolitischen Entwicklungen.

22.-26.08.2018: Summercamp2018 in Lichtensee/Hoisdorf

Dieses Mal leitet das Thema “Emanzipation und Bildung“ durch die fünf Tage. Die Teilnehmer*innen setzen sich hier im Rahmen verschiedener Workshops und Werkstatt mit Emanzipation und Utopien in der Bildung auseinander. Außerdem gibt es Aktionen wie Banner malen, Beutel besprayen und Vulven basteln.

21.-23.09.2018: Bildungs- und Studiengebühren quo vadis und das Menschenrecht auf Bildung in Hagen

Das Seminar wird neben einem Überblick über die Geschichte der Studiengebühren weiterhin vor allen Dingen die aktuellen Entwicklungen beleuchten. Mit den Teilnehmer*innen werden gemeinsam Argumente gegen Studiengebühren erarbeitet. Außerdem werden einerseits die diskriminierenden Strukturen allgemeiner Studiengebühren betrachtet und sich insbesondere mit den rassistischen Argumenten und Strukturen beschäftigt, die die aktuelle Debatte um Studiengebühren besonders prägen.

1.3. Vorträge/ Workshops

Auch im vergangen halben Jahr wurden verschiedene Workshops gehalten und an unterschiedlichen Veranstaltungen teilgenommen. Der Vorstand war auf verschiedenen Podiumsdiskussionen eingeladen, unter anderem zu Sexismus an Hochschulen, den hessischen Landtagswahlen und Wohnraum, wie auch als Gast bei der Jubiläumsveranstaltung des BdWi und bei der Jungen Akademie zu Departments. Weiterhin wurden im Rahmen der Wohnraumkampagne Vortäge und Workshops zu Wohnraum gehalten, es gab Inputs zu Antifaschismus an Hochschulen, Studenten und Nationalsozialismus, Bologna-Vorträge und einen Vortrag zur Streik-Geschichte. Bei den vielen studentischen Protesten hat der Vorstand mit Workshops und Vorträgen versucht diese inhaltlich zu unterstützen und zu stärken.

2. Öffentlichkeitsarbeit

Der Vorstand hat seit der letzten Mitgliederversammlung bis zur Verschickung für diese MV 15 Pressemitteilungen veröffentlicht, die breite Erwähnung in verschiedenen Zeitungen fanden. Außerdem wurde neuer Kontakt zu Journalist*innen aufgebaut, bestehende Kontake gepflegt und der fzs durch seine schnellen und ausführlichen Antworten auf Presseanfragen als zuverlässlicher Pressekontakt etabliert. Durch mehrere Hintergrundgespräche, Interviews und Gastbeiträge ist es gelungen, den Verband und seine Positionen gut öffentlich zu platzieren.

2.1. Pressearbeit

Im Anschluss an die MV ist am 7. März eine Pressemitteilung herausgegeben worden, die über die dort gefassten Beschlüsse berichtet. Zum Frauen*kampftag haben ist eine Pressemitteilung rausgegeben worden, die die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen fordert. Im Zusammenhang mit der staatlichen Repression gegen den beim SDS politisch aktiven Lehramtsstudenten Benedikt Glasl ist eine Solidaritätspressemitteilung am 14. März rausgegeben worden.  Zum Auftakt der Wohnraumkampagne wurde eine Pressemitteilung gemeinsam mit unseren Bündnispartner*innen am 2. April herausgegeben. Am 24. April wurde aufgrund eines Antrags zur Verbesserung des BAföGs im Bundestag eine Pressemitteilung herausgegeben, die eine Trendwende durch ein bedarfsdeckendes, eltern- semester- und altersunabhängiges BAföG forderte. Die Forderung nach der Abschaffung des Kooperationsverbots und der damit verknüpften Forderung nach realen Verbesserungen und für ein gerechtes und ausfinanziertes Bildungssystem wurde am 4. Mai in einer Pressemitteilung publik gemacht. Am 10. Mai ist eine Pressemitteilung veröffentlicht worden, die die Abschaffung von Zulassungshürden forderte. Zu den veröffentlichten Zahlen des Deutschlandstipendiums ist am 18. Mai eine Pressemitteilung veröffentlicht worden, die sich deutlich gegen Elitenförderung positioniert. Zum Auftakt der Bologna-Konferenz ist eine Pressemittteilung gemeinsam mit der GEW herausgegeben, die einen Kurswechsel hinsichtlich der Social Dimension, der Fundamental Values und des Teacherssupport der Konferenz forderte. Am 5. Juni ist eine Pressemitteilung gegen die rassistischen Studiengebühren gegen nicht EU-Staatsangehörige in NRW herausgegeben worden. Zum bundesweiten Aktionstag gegen Bildungsausschlüsse am 12. Juni ist eine Pressemitteilung gemeinsam mit dem Bündnis Lernfabriken…meutern! herausgegeben worden. Gemeinsam mit Campusgrün und den Juso-Hochschulgruppen ist eine Pressemitteilung herausgegeben worden, in der die Pläne der Bildungsministerin zum Bildungsrat kritisiert worden sind. Am 18. Juni wurde der Presseverteiler des fzs genutzt um die Forderungen der Besetzer*innen des „Wir streiken alle“-Bündnisses an die TU Berlin zu verbreiten. Am gleichen Tag wurde eine Pressemitteilung zum gemeinsamen Statement des fzs, der österreichischen ÖH und der italiensichen UDU herausgegeben, in dem ein solidarisches Europa, statt der Achse der Willigen gefordert wurde. Auf die Tarifeinigung der studentliches Tarifkommission reagierend, ist eine Pressemitteilung herausgegeben worden, die die Signalwirkung eines positiven Arbeitskampfes für studentische Hilfskräfte bundesweit betont, sowie die Wichtigkeit betont, den Druck des Arbeitskampfes beim TV-L ebenfalls hochzuhalten.

2.2. Social Media

Die Social Media Praxis, die sich in der ersten Jahreshälfte etabliert hat, wurde ebenfalls im Zeitraum von der Mitgliederversammlung bis zur Verschickung weitergeührt. Dabei werden neben Facebook, Twitter, Instagram nun auch ein Telegram-Chanel bespielt. Die unterschiedlichen Plattformen wurden bewusst gewählt, um die verschiedenen Zielgruppen gezielt für die Öffentlichkeitsarbeit des Verbands zu erschließen. Somit konnte der fzs seine Reichweite nicht nur quantitativ ausweiten, sondern auch Menschen erreichen, an denen die bisherige Öffentlichkeitsarbeit vorbei ging. Durch die regelmäßige Pflege aller social media Kanäle des Verbands konnte sich der fzs auf diesen etablieren.

3. Inhaltliche Themenschwerpunksetzung:

3.1. Never Again/Antifa/Antira

Es wird weiter daran gearbeitet die  “Never Again!“-Kampagne so weit wie möglich bekannt zu machen. Neben zahlreichen Vorträgen konnte auch eine Wissensweitergabe beim  Vernetzungstreffen gelingen. Durch die Kampagne ist es gelungen, Antirassismus-, politische Bildungs- und Antifaschismusreferate zu vernetzen um eine gemeinsam koordinierte Bildungsarbeit an den Hochschulen zu etablieren. Es wurden Referent*innenvorschläge gesammelt, Konzepte für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit entworfen und bereits erste Planungen der lokalen Aktionstage “never again! – gemeinsam gegen autoritäre und faschistische Tendenzen“ vorbereitet. Durch mehrere Vorstellungen der Kampagne an unterschiedlichen Student*innenschaften ist es gelungen, lokale Strukturen für eine gemeinsame politische Bildungsarbeit zu gewinnen.

Außerdem wurde wieder einen Kordination für das festival contre le racisme eingestellt und gemeinsam mit dem Vorstand erarbeitet, wie antirassistische Arbeit von Student*innenschaften und fzs wieder besser vernetzt werden können. Dazu wird aktuell systematisch Kontakt zu Festivals und anderen Aktionen sowie Initativen aus dem antirassistischen Bereich aufgebaut. Außerdem ist geplant wieder mehr Orte vom festival zu begeistern und dazu vertärkt Hilfestellungen, wie Refernet*innenlisten und Veranstaltungsorga-Tipps zur Verfügung zu stellen.

3.2. Sozialpolitik

Die Arbeit im Beriech Sozialpolitk fand hauptsächlich zum Thema Wohnraum statt. Zum einen wurde im Bündnis Studis gegen Wohnungsnot an Materialien zum Thema mitgearbeitet und das Bündnis inhaltlich vorangebracht. Zum Anderen wurden lokale Aktionen unetrstützt und verschiedene Vorträge und Workshops zum Thema gehalten. Aktuell befindet sich sowohl das Bündnis als auch die inhaltiche Arbeit im Vorstand dazu in der Vorbereitung auf mögliche weitere Aktionen und Kampagnen, wie “Studieren am Limit“ im Herbst.

Nach der letzten Mitgleiderversammlung wurde außerdem eine Stellungnahme an die Mindestlohnkommission geschrieben, die hauptsächlich die Schwachpunkte der aktuellen Regelungen für Student*innen aufzeigte. Vor allem im Bereich Praktikum ist das aktuelle Gesetzt ungenügend, aber auch bei typischen Nebenjobs und bei studentischen Beschäftigten an Hochschulen sind einige Verbesserungsvorschläge unterbreitet worden.

Zum Thema Studienfinanzierung hat der Vorstand die Anträge der Grünen und Linken im Bundestag mit Vorbereitungs- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet und entsprechend kommentiert.

3.3. Internationales

Die internationale Arbeit des letzten halben Jahres stand vor allem vor dem Hintergrund der Bologna-Ministerkonferenz. Teile des Vorstands haben die Eurostudent Conference besucht, bei der die europäische Sozialerhebung veröffentlicht wurde. Ein Vorstandsmitglied hat einen Wortbeitrag zur Warenförmigkeit von Bildung im EU Parlament gehalten, dieses stand ebenfalls im Kontext der europäischen Hochschulnetzwerke. Ein Interview wurde im Kontext der Euro-Student-Researchers an eine Forscherin der University of Surrey gegeben.Teile des Vorstands nahmen am Boardmeeting teil und konnten dabei große Erfolge hinsichtlich des Statements zur Minister*innenkonferenz und zur European Education Area erzielen, Teilerfolge bei der Wahl Sebastian Bergers, jedoch auch Misserfolge bei einer Pro-Choice Resolution. Im Vorfeld der Ministerkonferenz wurde ein gemeinsames Statement mit der GEW vorbereitet und veröffentlicht. Auf der Konferenz wurde das Communiqué nicht für Änderungen geöffnet, jedoch wurde vom Vorstandsmitglied, das in der Delegation war, live getwittert  und im Anschluss ein Bericht verfasst. In der Nachbereitung nahmen Teile des Vorstands an Dikusionen im Deutschlandfunk teil. Im Nachgang wurden mehrere Vorträge zum Thema gehalten. Hinsichtlich der European Universitys ist die Positonierung, dass die Netzwerke elitären Charakter haben, ein Grundgerüst für eine europäische Exuzellenzinitiative legen und einen guten, wie schlechten Europäischen Raum kreieren starkt gegenüber dem Ministerium, wie der Öffentlichkeit vertreten worden. Es konnten Informationen aus dem Ministerium gesammelt werden, diese in das Statement von ESU eingearbeitet werden, sowie in der Pressemittielung im Vorfeld der Bolognakonferenz nochmals prominent platziert werden.

3.4. Feminismus

Feministische Arbeit ist weiterhin ein wichtiger Teil der Arbeit, sodass im Anschluss an die letzte Mitgliederversammlung wurde intensiv Öffentlichkeitsarbeit zu Schwangerschaftsabbruch gemacht und dazu auch mit dem Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) kommuniziert. Der Vorstand hat im Rahmen einer Veranstaltungsreihe in Bamberg an einem Podium zu Frauen in der Politik teilgenommen hat. Außerdem wurde ein Workshop zu Sexismus an Hochschulen gehalten, und zum selben Thema an einem Podium im Rahmen der Aktionstage gesellschaft*macht*geschlecht beteiligt. Weitergehend wurde das Vernetzungstreffen für die Kampagne zusammen mit dem Ausschuss Frauen*- und Geschlechterpolitik vorbereitet und die Koordinationsstelle neu besetzt.

Außerdem ist die Arbeit an dem Projekt Agenda Kuir / Soy y Estoy angelaufen und die Projektstelle besetzt.

3.5. Studentische Arbeitsverhältnisse

Vor dem Hintergrund dass der der Arbeitskampf von studentischen Hilfskräften in Berlin einen bundesweiten Symbolcharakter besitzt, hat sich der Vorstand intensiv in die Kampagne des TV-Stud eingebracht und medienwirksam die Forderungen von einer Lohnerhöhung als Reaktion auf 17 Jahre-Reallohnverfall sowie eine Kopplung des Lohns an den TV-L nach außen transportiert. Auf zwei Demonstrationen konnten Wortbeiträge gehalten werden. Des Weiteren nahm der Vorstand an der Besetzung der TUBerlin teil und brachte sich im Vorfeld im Bündnis ein. Darüberhinausgehend ist die Vernetzung mit dem Netzwerk für gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss) vertieft worden.

3.6. Studienreform und Hochschulfinanzierung

Wie bereits angedeutet konzentrierte sich auch die Arbeit zur Studienreform und -finanzierung an der Bologna-Konfernenz und der Vor- & Nachbereitung für diese. In der Vorbereitung wurden die Entwürfe zu den Erklärungen der Minister*innenkonfernez (sog. Communiqués) kommentiert und auf die Einhaltung von Menschenrechten in Belarus bestanden. Außerdem wurde versucht dem Thema Social Dimension, sowie Teachers Support und pädagogische Innovation mehr Raum einzuräumen. Im Nachgang der Konfernz wird versucht einen Peer-Learning zu Social Dimension mit GEW und DSW zu organisiern.

Darüber hinaus wurde zum Thema der Anwesenheitspflichten gearbeitet und eine Flyerserie erstellt, die von Studischaften bestellt und als Argumentationsgrundlage für Student*innen in Seminaren und Gremien dienen kann.

Hochschulfinanzierung wurde vor allem in Kontext von drittmittelfinanzierter Forschung und Nachfolge des Hochschulpaktes bearbeitet. Zum Thema Drittmittelforschung wurde vor allem privatwirtschaftliche Finanzierung von Forschung kritisch medial kommentiert und einige Hintergrundgespräche mit Journalist*innen geführt. Außerdem wird am 4.7. an einer Anhörung zum Thema Transparenz im bayrischen Landtag für das Projekt Hochschulwatch teilgenommen. Das Projekt Hochschulwatch soll außerdem wieder vertsärkt bespielt werden. Aktuell werden die Informationen hierzu auf der Website aktuallieseirt.

Die Nachfolge des Hochschulpaktes ist eine wesentlicher Punkt in der Hochschulpolitk der nächsten Jahre. Zu diesem Thema wurde vor allem die Empfehlung des Wissenschaftsrats kritisch kommentiert und erste Kontakte geknüpft, um in den kommenden Verhandlungen Einfluss zu bekommen.

3.7. Nachhaltigkeit und Ökologie

Der fzs-Vorstand wurde in das “Fachforum Hochschule“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Umsetzung des “nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ kooptiert und ist somit nun dort vertreten. Seit der letzten Mitgliederversammlung tagte das Fachforum zwei Mal, auf beiden Sitzungen war der fzs durch Mitglieder des Arbeitskreis Nachhaltigkeit und Ökologie und den Vorstand vertreten. Auf der Sitzung am 21. März in Hamburg und am 19. Juni in Berlin hat der fzs Kritik an der unternehmerischen Hochschule geübt und sich für mehr studentische Mitbestimmung eingesetzt. Allgemein ist der Eindruck entstanden, dass einige wissenschaftpolitische Akteure versuchen, unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit unternehmerische Prinzipien stärker an Hochschulen zu etablieren. Am 19. April fand in der Geschäftsstelle die Sitzung des Arbeitskreis Akkreditierung des Fachforums statt.

4. Parlamentarismus und Gremienarbeit

4.1. Lobbyarbeit

Die Kontakte mit Bundestagsabgeordneten konnten vertieft werden. Der fzs wurde zum Bundesparteitag der Linken eingeladen und konnte auf dem Sommerfest der parlamentarischen Gesellschaft nochmals Kontakte mit verschiedensten Abgeordneten und der Bildungsministerin aufnehmen. Darüber hinaus gehend ist mit der Bundestagabgeordneten Nicole Gohle (die Linke) ein Austausch über die politische Einordnung von AfD-Abgeordneten im Wissenschaftsausschuss gelungen. Außerdem wurde mit einzelnen wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen zu BAföG und Mutterschutz sowie BAföG und Pflege zusammen gearbeitet und evtl. Zusammenarbeiten bei kleinen Anfragen erörtert.

4.2. AG Bologna

Die AG Bologna tagte drei Mail, seit der 59. Mitgliederversammlung. Neben Kämpfen um die Strategie der deutschen Delegation und um die Bewertung der europäischen Netzwerkuniversitäten, wurde das Arbeitsprogramm für die nächsten 2 Jahre besprochen. Hier versucht der fzs die soziale Dimension in ein Peer Support Process (einem Weiterbildungsprozess) einzupflegen. Etwa hinsichtlich von Datenerhebung, die Belege liefern können, dass das deutsche Hochschulsystem sozial selektiv ist.

4.3. Kurratorium des Deutschen Studentenwerk [sic!] (DSW)

Als Mitglied des Kurratoriums des DSW hat sich der Vorstand an den Sitzungen des Studierendenbeirats beteiligt und die Positionen und weitere Arbeit des DSW zum BAföG kommentiert. Außerdem wurde über evtl. Kooperationen der Kampagnen “Studis gegen Wohnungsnot“ und “Kopf braucht Dach“ gesprochen. Die Kampagne des DSW ist aus unserer Sicht zu sehr beschränkt auf Wohnheimplatzbau und vernachlässigt andere von der Wohnungspolitik vernachlässigten Gruppen zu stark, weshalb von einer stärkeren Kooperation der beiden Kampagnen abgesehen wurde.

4.4. Arbeitskreis Deutscher Qualifizierungsrahmen

Der fzs nahm an der Sitzung des Arbeitskreis deutscher Qualifizierungsfahmen teil. Die politischen Spielräume sind im Rahmen dieses Gremiums aktuell nicht besonders hoch, da vor allem nicht-hochschulrelevante Qualifikationen besprochen werden und das Gremium außerdem mit internen Konflikten um Formalia steckt.

4.5. Mutterschutzgesetzt (MuSchG)

Der fzs engagiert sich im Rahmen des runden Tisches des Bundesfamilienministeriums zu Muttschutz an Hochschulen und Schulen. Dort konnten die eigenen Positionen bzgl. Nachteilsausgleichen und Alternativleistungen gut platziert werden. Sowohl die vertetenen Hochschulen als auch das Miniterium waren sehr interessiert an unseren Informationen hierzu. Es hat sich insgesamt also bewährt sich so stark im Novellierungsprozess einzubringen. Der gesetzliche Ausschuss zum Mutterschutz konstituiert sich bis zur Mitlgiederversammlung und auch dort werden wir versuchen unsere Fordeurngen möglicht schnell durchsetzen zu können.

5. Vernetzung mit Organisationen, Landesstudent*innenzusammenschlüssen und Bundesfachschaftentagungen

5.1 Studentischer Pool

Die Zusammenarbeit mit Teilen des KASAP konnte vor dem letzten PVT intensiviert werden. Zwischenzeitlich wurde eine gemeinsame Überarbeitung der Schulungsseminare angedacht, um die Gutachter*innen auch politisch zu aktivieren. Diese Pläne wurden aus Gründen der Umsetzbarkeit wieder verworfen. Am letzen PVT nahm Hannah für den Vorstand teil und brachte unsere Position zu respektvollem Umgang und männlich dominatem Redeverhalten von Pollmitgliedern und PVT-Teilnehmern ein. Danke für die Arbeit, Hannah.

5.2 Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)

Die Beziehungen zum BdWi konnten in diesem halben Jahr nicht stark vertieft werden. Jedoch nahm der fzs an einem Podium zum 50-jährigen Bestehen teil und hat sich in die Organisation der Veranstaltung eingebracht.

5.3. Landesstudent*innenvertretungen

Der Vorstand nahm regelmäßig an Sitzungen der verschiedenen Landes-AStenzusammenschlüssen teil und steht im Kontakt zu Koordinator*innen oder Sprecher*innen der jeweiligen Zusammenschlüsse. In NRW konnte bspw. eine Zusammenarbeit mit dem Bündnis „not my hochschulgesetz“ gelingen.

5.4 Bundesfachschaftentagungen

Bei der BuFaTa-Politik wurde ein Grußwort und zwei Workshops gehalten sowie Vernetzungen mit Politikfachschaften betrieben.

5.5 Bund ausländischer Studierender (BAS)

Eine enge Zusammenarbeit fand insbesondere im dritten Themenmonat der Wohnraumkampagne statt. Außerdem wurde an der letzten Bundesdeligiertenversammlung teilgenomen und zu den Themen Wohnungsnot sowie soziale Situation ausländischer Student*innen diskutiert. Des Weiteren wurde die gemeinsame Arbeit am festival contre le racisme wieder intensiviert.

5.6 Gewerkschaften

Ein regelmäißger Austausch mit Gewerkschaften fand vor allem im Rahmen der Bündnisarbeit statt. Darüber hinaus bestehen enge Kontakte zur GEW, sowohl mit den GEW Studis im Rahmen der Wohnraumkampagne und der read.me Redaktion, als auch mit dem Vorstand im Rahmen gemeinsamer Arbeit zu den Themen Bologna sowie Lehr- & Studienqualität. Zu letzterem hat der fzs ab diesem Halbjahr einen Platz in einer entsprechenden Projektgruppe der GEW.

Außerdem wurde gemeinsam mit der DGBjugend eine BAföG Schulung angeboten und Vereinbarungen zur Verstetigung dieser Kooperation getroffen. Des Weiteren gibt es im Rahmen der TV-Stud Aktionen in Berlin und der Wohnraumkampagne Kontakte zu ver.di.

5.7. Campusgrün, Jusos, SDS

Der fzs hielt ein Grußwort beim BKT der Jusos HSG zu BAföG, Wohnungsnot und Studienbedingungen. Dort wurde ebenfalls ein Infostand von Lernfabriken …meutern! betreut. Außerdem wurde der Antrag zum Bildungsrat mit der Versammlung diskutiert. Auf der Bundesmitgliederversammlung von Campusgrün wurde ein Grußwort zu Bologna, Wohnungsnot und Studienbedingungen . Außerdem wurde der Antrag zu Wohnungsnot um einen Aspekt (Herbst-Kampagnen Idee) erweitert. Außerdem haben wir Kontakt zum SDS Bundesvorstand und der Bundesgeschäftsführung im Rahmen von Kampagnen. Des Weiteren wurde auf der Bundesdelediertenkonferenz der linksjugend.solid ein Grußwort gehalten, in welchem auf die soziale Lage der Student*innen und soziale Selektion an Hochschulen eingegangen sowie Werbung für das Bündnis “Lernfabriken …meutern!“ gemacht wurde.

6. Bündnis- und Kampagnenarbeit

6.1. Studis gegen Wohnungsnot

Der Vorstand hat ein Bündnis aus Campusgrün, den Juso Hochschulgruppen, SDS.dieLinke, dem Bundesverband ausländischer Studierender (BAS), ver.di BAG Studierende, dem Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) der GEW, der bunten.liste Regensburg aufgebaut, die mit dem fzs gemeinsam die Kampagne gestartet haben. Innerhalb dieser Kampagne sind bis zum Verschickungsmoment drei Themenmonate bespielt worden. Dazu wurden Sticker, Flyer, Plakate sowie Reader gedruckt, sowie Aktionspakete aufbereitet worden und für Verschickungen an Mitgliedsstudierendenschaften sowie an Basisstrukturen bereitgestellt. Das Material für den vierten Themenmonat wird zum Verschickungszeitpunkt vorbereitet. Darüber hinaus ist eine Homepage eingerichtet worden. Die Socialmedia-kanäle sind regelmäßig bespielt worden, jedoch ist es dem Vorstand aus Kapazitätsgründen lediglich im ersten Themenmonat gelungen kontinuierlich Videos zu veröffentlichen.

6.2. BAföG Bündnis

Der fzs hat sich weiterhin aktiv ins Bafög-Bündnis eingebracht. Das Bündnis arbeitet aktuell an einem Konzept für eine gemeinsame Veranstaltung und tauscht sich über weitere Strategien zur schnellen echten Reformierung des BAföG aus.

6.3. Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren (ABS)

Es hat ein erstes Treffen des Rates des ABS in Berlin stattgefunden. Themen waren u.a. der Stand in BaWü & NRW, eine Klage in Sachsen, versteckte Studiengebühren und die Jahresplanung sowie die weitere Arbeitsweise besprochen.

6.4. Lernfabriken…meutern!

Vom 01.-03.06. fand ein offenes Bündnistreffen in Mannheim. Es wurde an Flyertexten und Selbstverständnistexten gearbeitet. Außerdem gab es einige WS zu Klassismus und sozialer Selektion an HS und kritischer Pädagogik. Am 14.06. fand ein bundesweiter Aktionstag statt, in dessen Kontext eine gemeinsame Pressemitteilung erarbeitet wurde. Am Aktionstag selbst, fand eine rege Pressearbeit statt, bei dem u.a. ein  Radiointerview mit dem Deutschlandfunk geführt wurde. Der Vorstand beteiligte sich an den stattfinden Aktionen, begleitete die Aktionen auf Twitter, gab Workshops und nahm an Diskussionen teil.

7. Organisation und Struktur

7.1. Geschäftsstelle

Es finden weiterhin regelmäßige Teammeetings statt, um die Arbeit in der Geschäftsstelle systematisch für die kommenden Wochen zu organisieren. Die Geschäftsstelle unterstützt den Vorstand insbesondere hinsichtlich Seminarplanung und Durchführung der Abrechnung und Beantragung der BMBF-Mittel, sowie der täglich anfallenden Geschäfte. Außerdem wurden verstärkt Layout- und Designarbeiten durch die Geshäftsstelle übernommen. Die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle arbeiten aktuell an der Aktualliserung bzw. dem Aufbau einer funktionierenden und auf die Verbandserfordernisse angepassten Adressdatenbank von Studischaften, Referaten und politischen Gruppen an Hochschulen. Diese Arbeit wird eng mit dem Vorstand abgestimmt.

7.2. Website

Seit Anfang Mai hat der Verband eine neue Website, die seitdem stückweise aktualisiert wird. Mittlerweile sind alle Fehler im Hintergrund behoben worden und alle notwendigen Tools wieder funktionsfähig. In diesem Rahmen ist auch mit der Aufarbeitung und Breitestellung der Beschlusslage begonnen worden. Dafür hat der Vorstand mit dem AK IT zusammengearbeitet.

8. Mitgliederentwicklung

Am 28.06. hat die TU Darmstadt ihren Beitritt beschlossen. Die HSRM (Hochschule RheinMain) möchte dem fzs beitreten. Hier werden bereits Gespräche geführt.

Der AStA der Goethe-Universität Frankfurt erwägt derzeit den Austritt. Auch hier führt der Vorstand Gespräche mit den Beteiligten.

Des Weiteren wurden Kontakte zu einigen anderen ASten und StuRä aufgebaut, die bei weiterer Pflege des Kontaktes höchstwahrscheinlcih von einer Mitgleidschaft überzeugt werden können.

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