61-7-I-19 Aufruf: Mitmachen bei der Kampagne ‚Bildung ist anders‘!

AntragstellerInnen:

Lernfabriken ...meutern! - Orga-Team

Im deutschen Bildungswesen regiert der Mangel. Der Sanierungsstau beläuft sich auf 50 Mrd. €. In vielen „Bildungseinrichtungen“ (sofern Container so genannt werden dürfen) schlagen sich die Betroffenen schon länger mit Wasserschäden und Schimmel herum. Darüber hinaus fehlen Fachkräfte in Lehre und Erziehung. Die Konsequenzen sind überfüllte Klassen, Kurse und fehlende KiTa-Plätze. Für Lernende, Pädagog*innen und Dozierende ist die Arbeitssituation unter diesen Bedingungen unerträglich. Daher wird immer mehr gespart: Arbeitsverhältnisse werden prekär, feste Verträge und Verlässlichkeit sind in der Wissenschaft längst zu einer Seltenheit geworden. In der Not finanzieren sich die Hochschulen über die Gelder Dritter. Über 25 % der Hochschulfinanzen stammen bereits aus so genannten Drittmitteln. Unter diesen Umständen ist Unabhängigkeit von Wissenschaft und Bildung nicht bloß in Gefahr – sie ist nicht mehr gegeben.

Dieser Mangel hat nicht durch bloße Fahrlässigkeit Einzug gehalten. Er ist die Konsequenz neoliberaler Wettbewerbsordnungen, in denen Verknappungen als Mittel zur Effizienzsteigerung gelten.

(Eigentlich verhält es sich umgekehrt). Nicht nur Arbeitskräfte werden unter Druck gesetzt und schlechter bezahlt. Auch Schüler*innen und Studierende spüren die Auswirkungen neoliberaler Ideologie. Bildung wird standardisiert, verkürzt und verdichtet: Das heißt stupide Prüfungen im Accord. Anpassung und Unterordnung für sinnlose Berufe wollen gelernt sein.

Dieser Mangel hat System. Und wir sind nicht mehr bereit mitzumachen!

Wir wollen stattdessen, dass Bedürfnisse, Fähigkeiten und Interessen der Lernenden ins Zentrum gestellt werden, damit individuelle Bildung möglich wird. Statt sich an Frontalunterricht, disziplinäre Grenzen und leicht abprüfbaren Stoff zu klammern, muss Bildung ausfinanziert und umfassend demokratisiert werden.

Der fzs ruft dazu auf, zum Lernfabriken …meutern!-Vernetzungstreffen vom 15.-17. März nach Mannheim zu kommen, um Protest und Veränderung zu organisieren. In dem kommenden zwei Jahren wollen wir eine Kampagne gegen Ökonomisierung und autoritäre Wettbewerbsordnungen, für bessere Lehr- und Lernbedingungen, aufziehen. Dazu möchten wir in möglichst vielen Städten und Regionen Bündnisse aufbauen, die den Protest organisieren. Vereinzelte Proteste gehen unter, sie werden weder in der bürgerlichen Öffentlichkeit rezipiert noch von den Betroffenen so recht wahrgenommen. In der öffentlichen Kommunikation ist es daher notwendig mit einem gemeinsamen Auftreten zu arbeiten, um eine Wiedererkennung und eine dauerhafte Ansprechbarkeit zu erzeugen. Daher werden wir unsere künftigen Projekte und Aktionen nach Möglichkeiten in diese Kampagne einbinden. Im Rahmen des Vernetzungstreffens in Mannheim werden nicht nur konkrete politische Ziele und Strategien formuliert, wir werden auch einen klaren Aktions- und Zeitplan erstellen. In Zukunft wollen wir uns diesem Plan anschließen, da dezentrale Aktionen die leichteste Beteiligungsmöglichkeit und die größte Sichtbarkeit erzeugen.

Wir können etwas ändern, wenn wir Zusammenarbeiten. Lasst uns loslegen!

Begründung:

siehe Antrag; erfolgt mündlich

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    Änderungsanträge

    Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Verfahren
    17 Ben Seel

    Streiche die Klammer.

    Da ist wohl in einem Pad geschrieben worden?

    Änderungsantrag zu 61-7-I-19 erstellen

    Zeile




    AntragstellerInnen



    (wird nicht veröffentlicht)

    (wird nicht veröffentlicht)

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