58-10-1-VK4 Konstantin Korn

Geschlecht: männlich

Geburtsdatum: 05.05.1993

Liebe Aktive, Liebe Mitglieder,

die Hochschulen sind, wie auch der gesamte Bildungsbereich und weite Teile der Gesellschaft, einer neoliberalen Umstrukturierung unterworfen. Bildung ist immer mehr von Wettbewerb um Noten, Zertifikate und vermeintlich besseren Jobchancen geprägt. Wissenschaft wird nach zusätzlichem künstlichen Wettbewerb um Resourcen und nach vermeintlicher ökonomischer Verwertbarkeit von Ergebnissen strukturiert. Wissenschaft und Bildung werden nicht mehr nach den Bedürfnissen der Menschen ausrichtet und ihrem geseschaftlichen Nutzen, wie bspw. Emanzipation von Individuen oder Analysierung und Überwindung von Herrschaftsverhältnissen, bewertet.

All diese Umstrukturierungen haben enorme negative Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und Studienrealitäten an den Hochschulen. Zudem werden hierdurch bereits existierende Ausschlüsse reproduziert. So finden an Hochschulen verstärkt menschenverachtende Positionen, wie bspw. Sexismus und Rassismus Platz und müssen bekämpft werden. Ebenso werden sozial-ökonomische Schranken verstärkt und bewusst etabliert oder verschärft. Auf institutioneller Ebene zeigt ich dies zuletzt durch die Etablierung von Studiengebühren für ausländische Studierende in Baden Württemberg oder in NRW. Ich sehe es daher als eine der Aufgaben des Verbandes im kommenden Jahr zusammen mit den lokalen Studierendenschaften und in Bündnissen wie Lernfabriken…meutern! oder dem Aktionsbündnis gegen Bildungs- & Studiengebühren gegen Ausschlüsse vorzugehen und Aufmerksamkeit für Menschenverachtende Positionen im Rahmen der Kampagnen *gesellschaft macht geschlecht* oder dem “festival contre le racisme“ machen und dagegen arbeiten.

Im nächsten Jahr wird neben dem politischen Tagesgeschäft u.a. die Bologna Konferenz von hochschulpolitischer Relevanz sein. Diese würde ich gerne nutzen um zusammen mit den entsprechenden Ausschüssen, der Kampagne Lernfabriken…meutern! und weiteren Partner*innen den gesamten Bologna Prozess und damit gleichzeitig durchgeführte Reformen im Hochschulbereich, wie bspw. die Umstrukturierung der Lehre zu Kompetenzorientierung, kritisch zu bewerten und die Debatte nutzen, um Öffentlichkeit für progressive studentische Forderungen zu schaffen.

Insgesamt möchte ich mich für eine starke Zusammenarbeit mit den Ausschüssen und Arbeitskreisen einsetzen. Diese sind meiner Ansicht nach die inhaltlich und politisch arbeitenden Gruppen des Verbandes, die diesen nach vorne bringen können. Als Vorstand würde ich versuchen möglichst gute Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Weiterhin ist für mich die politische Bildungsarbeit wesentlicher Bestandteil der Verbandsarbeit. Für mich sind die Seminare der Ausschüsse und anderer Aktiver eine gute Möglichkeit das Engagement im Verband zu erhöhen, neue Aktive zu gewinnen und Aktive sowie Studischaften zu (re-)politisieren.

Ich würde mich freuen meine Erfahrung in einen Vierervorstand einzubringen. Solltet ihr noch Fragen oder Anregungen haben, könnt ihr euch gerne unter: konstantinkorn[at]yahoo.de bei mir melden.

Biographie

Ich wohne in Marburg und studiere an der Philipps-Universität Marburg. Nach dem Besuch der Schule und einer Berufsausbildung begann ich ein Bachelor Studium der Physik, welches ich im Wintersemester 2016 abschloss. Seitdem studiere ich Lehramt am Gymnasium mit der Fächerkombination Physik und Politik & Wirtschaft. Gleich zu Beginn meines Studium begann ich mich in meiner Fachschaft zu engagieren und setze mich dort seitdem für  die Verbesserung der Studienbedingungen auf Fachbereichsebene ein. Seit dem Sommer 2014 habe ich mein Engagement auf die uniweite Ebene ausgedehnt und arbeite im Senat und als hochschulpolitischer Referent im AStA insbesondere an der Durchsetzung studentischer Interessen und Bedürfnisse. Im Rahmen der Arbeit im AStA lernte ich auch die Arbeit  auf überregionaler Ebene in der LAK Hessen, dem Aktionsbündnis gegen Bildungs- & Studiengebühren, dem studentischen Pool, dem AS und dem Ausschuss Sozialpolitik kennen.

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