58-10-fg10 Aygün Habibova

Geschlecht: weiblich

Geburtsdatum: 11.04.1992

Liebe Aktive, Liebe Mitglieder,

ich würde mich freuen im kommenden Jahr im Ausschuss Frauen- und Genderpolitik (fgp) mitarbeiten zu dürfen.

Student*innen sind durch die an Hochschulen gegebenen Strukturen, oft in einem doppelten, manchmal gar in einem dreifachem Abhängigkeitsverhältnis – als Student*in, deren Arbeiten und Klausuren benotet werden sollen, durch die Tätigkeit als studentische Hilfskraft und/oder Beteiligte an Forschungsprojekten. Diese Strukturen erschweren es bspw. sexuelle Gewalterfahrungen und Diskriminierungen zu thematisieren. Wenn sie dann vorgebracht werden, werden die Erfahrungen oft als Einzelfälle abgewertet und nicht als Ausdruck gesellschaftlicher Ungleichheitsverhältnisse gesehen.

Zudem kommt hinzu, dass besonders im Laufe der letzten zwei Jahre Antifeminismus und Antigenderismus auch im Hochschulkontext erstarkt ist. Um diesen Positionen entgegenarbeiten zu können ist ein bundesweiter Austausch nötig, damit die Initiativen an den einzelnen Hochschulen gegenseitig von den jeweiligen Strategien lernen können. Ich möchte mich für eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit feministischen Inhalten an Hochschulen einsetzen und meine Erfahrungen aus der hochschulpolitischen Arbeit an meinem Hochschulstandort nutzen, um bei der Planung von Aktionen gegen Sexismus und Homophobie zu arbeiten.

Ich freue mich darauf, mich im fgp einzubringen und an spannenden Themen mitzudiskutieren und mitzuarbeiten. Falls ihr Fragen oder Ähnliches habt, dann meldet euch einfach: ayguen.habibova@gmail.com

Biographie

Ich studiere an der Philipps-Universität Marburg Politikwissenschaft im Master und Rechtswissenschaften auf Staatsexamen. Seit Anfang meines Studiums habe ich mich in der Fachschaft Politikwissenschaft engagiert und war zunächst auf Fachbereichsebene aktiv. 2015 wurde ich in die zentrale Gleichstellungskommission der Uni entsandt und habe dort die Berichte von Student*innen und ihre Diskriminierungserfahrungen weitergetragen und arbeite seit dem an der Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle an der Universität mit. Seit Ende letzten Jahres bin ich Referentin für Hilfskräfte im AStA Marburg (Hilfskraftinitiative Marburg). Eine zentrale Aufgabe hier ist die Aufklärung über arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen und das Thematisieren von Missachtungen von erreichten Standards für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Im Rahmen der Referatsarbeit sprechen wir auch über die Belange von studentischen Hilfskräften mit Kindern und die Einhaltung von Gleichstellungsplänen bei der Einstellung von studentischen Hilfskräften. Die Arbeit an der Verbesserung von Studien- und Arbeitsbedingungen an der Uni hat mir nun einen kleinen Einblick für die hochschulpolitische Arbeit auf überregionaler Ebene gegeben, die ich durch die Mitarbeit im fgp ausbauen möchte.

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