57-7-I9 Beteiligung der Studierenden am Prozess des Masterplans Medizinstudium 2020

AntragstellerInnen:

Vorstand

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften unterstützt die Bestrebungen der Bundesvertretung der Medizinstudierenden, sich aktiv an der Reform des Medizinstudiums zu beteiligen und darauf Einfluss zu nehmen.
In einem ersten Schritt unterzeichnet der Verband hierfür die Petition „Beteiligung der Studierenden am Prozess des Masterplans Medizinstudium 2020“ und wirbt über seine internen Kommunikationskanäle (Verteiler, Veranstaltungen) und im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit (Homepage, Social Media) dafür, die Petition zu unterzeichnen.
In einem weiteren nimmt der fzs in dieser Sache Kontakt zur Bundesvertretung der Medizinstudierenden auf und verständigt sich mit ihr wenn gewünscht über ein gemeinsames Vorgehen in der Sache oder weitere Maßnahmen, wie das Anliegen der bvmd durch den fzs bestärkt werden kann.

Begründung:

erfolgt mündlich

Petitionstext:

Beteiligung der Studierenden am Prozess des Masterplans Medizinstudium 2020

Die große Reform des Studiengangs Medizin, der Masterplan Medizinstudium 2020, wird im Frühjahr 2017 beschlossen. Nun wird vom Bundesministerium für Gesundheit eine "Expertenkommission" eingesetzt, um basierend auf den Punkten des Masterplans, Vorschläge zur Änderung der ärztlichen Approbationsordnung zu erstellen.

Die bisherigen Verhandlungen über die Punkte des Masterplans wurden vertraulich und ohne uns Studierende in einer Bund - Länder Arbeitsgemeinschaft ausgearbeitet. Wir Studierende wünschen uns nun von den Verantwortlichen von Bund und Ländern, dass in der jetzt anstehenden Phase der Umsetzung der Maßnahmenvorschläge in die ärztliche Approbationsordnung die Ideen und Anregungen der Medizinstudierenden gehört und berücksichtigt werden und VertreterInnen der Medizinstudierenden Teil der geplanten Expertenkommission werden.

Begründung [gehört zum Petitionstext, Anm.d. Antragsteller*innen]:

Wir Medizinstudierende haben große Hoffnungen und Erwartungen an das Reformvorhaben von Bund und Ländern und begreifen den Masterplan als Chance für eine langfristige Weiterentwicklung der ärztlichen Ausbildung.

Wir sind stolz darauf, dass unsere studentischen Forderungen, wie die Verzahnung vorklinischer und klinischer Studieninhalte, die zunehmende Kompetenzorientierung und Praxisnähe der Staatsexamina und die Fokussierung auf ein Kerncurriculum, Teil des Masterplans sind.

Daneben zählen zu den von den Gesundheits- und Kultusministerien konsentierten 37 Punkte des Masterplans Medizinstudiums 2020 die Einführung einer Landarztquote sowie die verpflichtende Prüfung des Fachs Allgemeinmedizin im dritten Staatsexamen (M3), die wir entschieden ablehnen. Auch unsere Wünsche und Forderungen zum Praktischen Jahr wie die faire Fehlzeiten- Regelung und die bundesweit einheitliche Aufwandsentschädigung im PJ wurden nicht aufgenommen.

Durch die Fokussierung auf einzelne symbolpolitische Maßnahmen, die nicht durch zusätzliche Mittel von Bund und Ländern finanziert werden, könnte die umfänglichen Reform des Medizinstudiums in den Hintergrund geraten. Die Meinung der Studierenden muss Gehör finden. Deshalb fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. - bvmd konkret ein studentisches Mitglied in die Expertenkommission zur Erarbeitung eines Vorschlags zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte und Ärztinnen einzusetzen!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 18.01.2017 (aktiv bis 17.03.2017)

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