57-5-3-1 Bericht des Ausschusses Verfasste Student*innenschaft /PolitischesMandat zur 57. MV

AntragstellerInnen:

Ausschuss VS/PM

Ausschussmitglieder: Jacob Bohé, Marcus D. D. Ðào, Tobias Eisch, Sandra Heidbrecht, Vincent Orth, Bastian Saß, Michael Schema, Dorian Tigges, Astrid Wriedt

Kooptiert wurden: Dominik Graf, Pia Haupeltshofer, Florian Kombrecht, Holger Rosebrock

Als Ausschusskoordinatorinnen wurden Sandra Heidbrecht und Astrid Wriedt gewählt. Der Ausschuss hat bis zu Verschickungsfrist dreimal getagt und hatte drei Telefonkonferenzen. Die Konstituierung fand gemeinsam mit den anderen Ausschüssen, außer Internationales, in Freiburg statt. Die weiteren Sitzungen fanden in Erfurt und Passau statt.

Burschenschaften

Der Ausschuss kam zu der Feststellung, dass die Burschenschaften in Deutschland und Österreich wieder verstärkt politisch auftreten. Der Ausschuss sieht dies im Zusammenhang mit dem Erstarken der sogenannten neuen Rechten, in der sich auch viele Burschenschafter wiederfinden. Aufgrund der Reaktionen auf Publikationen und Workshops war im vergangenen Jahr zu beobachten, dass sich sämtliche Burschenschaften, auch diejenigen die nicht im DB organisiert sind, besser vernetzen und koordinieren. So sind im Moment wieder gezielte und bundesweit koordinierte Aktionen gegen die allgemeine Student*innenorganisation zu beobachten. Vorallem in sozialen Netzwerken gab es hier große Veränderungen. Hier werden gezielt Kampagnen gegen Vorträge und Workshops gefahren, die vorher in Facebook Gruppen mit mehreren tausend Burschenschaftern abgesprochen wurden. Doch auch im nicht-virtuellen, im realen, Raum ist eine größere poltische Aktivität von Burschenschaften zu beobachten. Diese Entwicklung beobachtet der Ausschuss sehr kritisch, da das Konzept des Lebensbundes und der studentischen Verbindung im Gegensatz zur Verfassten Student*innenschaft steht, welche allgemein und offen für alle ist. Deshalb hat der Ausschuss beschlossen, eine Broschüre zu dieser Thematik herauszugeben. In dieser sollen die Verknüpfungen zur neuen Rechten, das Verhältnis zur Verfassten Student*innenschaft, sowie der sexistische, nationalistische, autoritäre und reaktionäre Charakter von Verbindungen herausgearbeitet und dargelegt werden. Bis zur Verschickungsfrist wurden bereits bestehende Reader gesichtet und ausgewertet.

Seminare

Bis zur Verschickung beschäftigte sich der Ausschuss mit der Organisation des Seminars “Demokratie und Wissenschaft“, welches vom 21. – 23. April stattfindet. Das Seminar gibt einen Überblick über die verschiedenen Organisationsformen an Universitäten, wie die Verfasste Student*innenschaft (VS), Gewerkschaften und basisdemokratische Organisationsentwürfe. Dies wird durch eine theoretische Aufarbeitung von Demokratie, demokratischen Organisationsformen in einer pluralistischen Gesellschaft und den Austausch mit anderen Gruppen erreicht. Durch die Vernetzung und Arbeit mit anderen universitären Gruppen, soll ein Bewusstsein für den demokratischen Raum Hochschule geschaffen werden. Ein weiteres Ziel des Seminars soll es sein, die eigenen Strukturen demokratietheoretisch zu reflektieren. Die studentische Selbstverwaltung ist Arbeitgeber und vereint viele Ressourcen in sich. Deshalb wird sich das Seminar mit der Verfassten Student*innenschaft demokratietheoretisch auseinandersetzen und auch versuchen herauszuarbeiten, ob es innerhalb der eigenen Struktur zu Machtakkumulationen kommt und inwiefern diese erwünscht sind. Das Thema Arbeit soll auch beleuchtet werden. Hier betrachten wir die Rolle von Student*innen als Arbeitgeber*innen in der VS. Auch der Blick auf die Hochschule und deren Einfluss auf die VS wird getätigt. Hier wollen wir uns anschauen, inwiefern der Wandel zur unternehmerischen Hochschule auch Einfluss auf die Selbstorganisation hat. Doch auch die Arbeitssituation innerhalb der Hochschule soll untersucht werden. Hier wird auf die Frage eingegangen, inwiefern unterschiedliche Statusgruppen innerhalb der Hochschule als Konkurent*innen um Arbeitsplätze auftauchen. In den verschiedenen Ländern und an den unterschiedlichen Hochschulen gibt es unterschiedliche Strukturen und hochschulpolitische Entwicklungen, die gemeinsam diskutiert und reflektiert werden.
Bis zur Verschickung wurde der Seminarplan aufgestellt, Organisatorisches vorangebracht und die Referent*innen angefragt.

Inhaltliche Arbeit

Bis zur Verschickung hat sich der Ausschuss mit unterschiedlichsten inhaltlichen Dingen auseinandergesetzt. Es wurden Informationen und Wissen zu den Themen “Innenrevision in der Verfassten Student*innenschaft“, “’Pick-Up-Artists‘ Frankfurt – Politisches Mandat“, “Beitragsautonomie“, “Organisation und Austrittswelle Verfasster Student*innenschaften in Baden Württemberg“ und “Statusgruppen als Konkurent*innen um Arbeitsplätze an der Hochschule“ zusammengetragen.

Bayern

Auf seiner Sitzung in Passau hat der Ausschuss den Unterausschuss “VS in Bayern“ gegründet, da sich der Ausschuss näher mit der Thematik Studivertretung und VS in Bayern beschäftigen will. Dieser ist hauptsächlich mit Vertreter*innen bayerischer Student*innenschaften und (ehemalig) VS-Aktiven bestetzt. Mitglieder des Unterausschusses sind Toby, Pia, Schema, Graf, Flo und Holger. Da Bayern als einziges Bundesland keine Verfasste Student*innenschaft hat, sieht es der Ausschuss unter anderem als eine seiner wichtigsten Aufgaben, die Entwicklungen in Bayern zu beobachten und die Student*innenschaften in ihrem Kampf für die Verfasste Student*innenschaft zu unterstützen. Hierfür könnte der Ausschuss auf einer bayernweiten Konferenz Input zu Thematik geben. Der Unterausschuss soll vor allem der strukturellen und inhaltlichen Unterstützung dienen. Bis zur Verschickung wurde der Unterausschuss in Passau gegründet und mit Mitgliedern besetzt.

Zusammenarbeit mit dem Vorstand

Die Zusammenarbeit mit dem betreuenden Vorstandsmitglied gestaltete sich sehr angenehm und produktiv. Durch die Einrichtung einer Pad-Struktur wurden Arbeitsabläufe stark vereinfacht und zusammengeführt. Auf die Wünsche und Erwartungen des Ausschuss ging der Vorstand immer ein und ermöglichte dadurch eine gute Zusammenarbeit.

Spaß

Trotz intensiver und langer Arbeitszeiten ist es dem Ausschuss gelungen auf seinen Sitzungen auch Spaß zu haben. In Erfurt war dies durch eine gemeinsame Kneipentour möglich, in Passau erfreute sich der Ausschuss an einem geselligen Abend im “frei*raum“, einem selbstverwalteten Raum in Passau.

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