57-9-2-GO1 Anpassung der Redeliste an die Vereinspraxis

AntragstellerInnen:

Vorstand

Ersetze §8 der Geschäftsordnung durch:

(1) Die Sitzungsleitung führt zwei getrennte Redelisten. Die erste Redeliste ist Frauen* vorbehalten. Die Zweite steht allen Menschen offen.

(2) Die Sitzungsleitung erteilt abwechselnd einer Person der ersten und der zweiten Liste das Wort (Listenquotierung). Dabei werden Wortmeldungen von Personen bevorzugt, die sich erstmalig zu Wort melden (Erstquotierung). Sollte der letzte Redebeitrag zurück gezogen werden, folgt die nächste Person der jeweiligen Liste. Die Listenquotierung bleibt davon unberührt.

(3) Ist die erste Redeliste leer und gibt es nach Aufforderung durch die Sitzungsleitung keine weitere Meldung für diese, so wird ein letzter Redebeitrag von der zweiten Redelisten zugelassen. Ist die zweite Redeliste erschöpft und auf der ersten Redeliste befinden sich noch Wortmeldungen, so werden diese unter Beachtung der Erstquotierung abgearbeitet. Erfolgen in dieser Zeit Wortmeldungen für die zweite Redeliste, werden alle Wortmeldungen wieder entsprechend der Listen und Erst- und Listenquotierung abgearbeitet.

(4) Personen, die Anträge einbringen, und Berichterstatter*innen werden bei inhaltlichen Nachfragen nach Wortmeldung vorgezogen. Die Listenquotierung bleibt davon unberührt.

(5) Sind beide Redelisten erschöpft und gibt es nach Aufforderung durch die Sitzungsleitung keine weitere Wortmeldung sind die Redelisten geschlossen und die Aussprache bzw. Debatte grundsätzlich beendet.

(6) Wenn die Listen geschlossen sind, kann eine Person, die noch reden möchte, aber nicht mehr reden darf, die Wiederöffnung der Redelisten beantragen. Dieser Antrag muss von der Mehrheit der anwesenden Frauen* angenommen werden und darf höchstens zwei Mal im Verlauf einer Debatte gestellt werden.

(7) Auf Antrag des Frauen*-, des Queerplenums oder eines Plenums nach Antidiskriminierungsvorschrift kann mit 2/3 Mehrheit der anwesenden eintrage-berechtigten Personen auf der ersten Redeliste die erste Redeliste für weitere benachteiligte Gruppen im Sinne der Antidiskriminierungsvorschrift geöffnet werden.

Begründung:

Diese Änderung der Geschäftsordnung dient der Anpassung der harmonischen Redeliste an die Vereinspraxis. Die Förderung von Redebeiträgen durch Frauen wird durch die beantragte Fassung eher erreicht als durch die bisheriger Formulierung.

Außerdem dient die Änderung der Klärung, wie mit Personen umgegangen werden soll, die berichten oder Anträge einbringen. Durch die beantragte Fassung wird es leichter, bei Erhalt der Listenquotierung, Rückfragen zu Anträgen und Berichten zeitnah zu beantworten. Bisher können sehr viele Redebeiträge zwischen einer Rückfrage und einer Antwort liegen. In der beantragten Form liegen zwischen der Rückfrage und der Antwort darauf nur noch maximal ein Redebeitrag. Außerdem werden so die Redebeiträge der Berichterstatter*innen bzw. Antragsteller*innen kürzer gehalten, da sie nicht mehr auf angesammelte Fragen antworten müssen.

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